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Monday, March 20, 2006

33.- 35. Tag: I-WISE (integral weekend intensive on sustainability and ecology)

I-WISE: Freitag

Dank Annie, die sich dafür eingesetzt hat, dass wir mitmachen konnten, waren wir nun als Volunteers bei unserem ersten richtigen Seminar dabei. Es ging dabei um die Anwendung des integralen Ansatzes auf das Feld der Ökologie und der Nachhaltigkeit. Die Hauptverantwortlichen waren Barrett Brown (Integral Sustainability) und Sean Esbjörn-Hargens (Integral Ecology) – Leute, auf die Ken angeblich große Stücke hält. Nach diesem Wochenende kann ich auch verstehen warum.

Doch bevor es losging mit einem öffentlichen Einführungsvortrag in den Sälen des Colorado University Memorial Centers , mussten wir ran, um aufzubauen. Wir fuhren mit Clint zum Lager, um das nötige Equipment in einen Truck zu laden. Als wir ihm mit unserem Wagen nachfolgten wurde ich dummerweise auch noch beim Überqueren einer roten Ampel geblitzt. Bitte recht freundlich! Wo gehobelt wird fallen bekanntermaßen Späne. Mal sehen, welche Konsequenzen das nach sich zieht (besucht mich dann bei Gelegenheit mal in Guantanamo Bay, okay? ).

Bild 1: Aufbau, Colorado University (CU)

Bild 1: Clint im LKW; beim Ausladen; CU Campus, Steffi auf dem Campus, Campus mit Bergpanorama (den sog.„Flatirons“) im Hintergrund

Der Vortrag war öffentlich und kostenlos und wurde vom Environmental Center der CU unterstützt. Das Ganze war eine kleine tour de force für ‚Nicht-Ken-ner’ von AQAL. Barrett ratterte rigoros aber charmant Quadranten und Level herunter und gab danach Beispiele für die Anwendung von AQAL aus verschiedenen Gebieten, z.B. im United Nations Development Progamme gegen die AIDS-Katastrophe oder auf Hawaii zur Bekämpfung der Überfischung von Aquariumfischen.

Bild 2 : öffentlicher Vortrag Freitag Abend

Bild 2 : Veranstaltungsflyer; Steffi beim Vorbereiten der Namensschildchen; mein PC mit der Powerpoint-Präsentation, die mir Barrett zum timen der Folienübergänge anvertraut hat; Clint und noch jemand beim Aufhängen des I-I Logos; Kelly und Corey am Mischpult; Barrett und Sean auf der Bühne; Barrett; Sean


Zudem hat Barret in seinem Teil des Einführungsvortrags noch spannende Ergebnisse aus seinen eigenen empirischen Studien vorgestellt: er hat sich ungefähr ein halbes Dutzend populärer und renommierter Bücher zu Ökologie und Nachhaltigkeit vorgenommen und sie daraufhin untersucht, aus welcher Perspektive, bzw. aus welchem Quadranten die Autoren die ökologischen Probleme untersuchen und ihre Lösungsansätze hervorbringen. Hierzu nahm er sich die Paragraphen und Sätze einzeln vor und notierte schlichtweg aus welchen Quadranten heraus gesprochen wurde. Die Resultate bildete er prozentual in einer Grafik ab.

Bild 3: Barrett mit Statistiken

Siehe da: das Ergebnis war wenig überraschend. Die Autoren befassten sich meistens oder fast ausschließlich mit der systemischen, interobjektiven Dimension - dem unteren, rechten Quadranten in Wilbers Modell. Barrett würdigte die gute Arbeit der Autoren in dieser ihrer bevorzugten Perspektive, doch es wurde schmerzlich augenfällig, dass dies eine höchst beschränkte Sicht auf das komplexe Thema Ökologie darstellt. Kaum Erwähnung der individuellen oder kollektiven Innerlichkeiten, der Entwicklungsstufen der beteiligten Menschen, die solch wichtige Faktoren in der Umweltproblematik darstellen. Dies erscheint einfach nicht auf dem Radarschirm der Theoretiker, weshalb ihre Ansätze fragmentarisch bleiben müssen.

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